Taufe

Gott ruft jeden Menschen zu einem erfüllten Leben mit ihm. Doch der Mensch ist frei, diesem Ruf zu folgen oder sich von Gott abzuwenden.

Jesus Christus verkündete das Anbrechen des Reiches Gottes und die liebende Zuwendung Gottes zu jedem Menschen. Er starb in letzter Konsequenz für diese Botschaft, doch Gott hat ihn auferweckt. Jesus Christus eröffnet uns einen neuen Weg zu Gott und zu einem geglückten Leben in der Kraft des Heiligen Geistes.

Wenn ein Mensch das Geschenk des Glaubens an Jesus Christus, den Sohn Gottes, annimmt, wird er sozusagen neu geboren. Getreu dem Auftrag Jesu tauft die Kirche jeden Menschen, der den Weg des Glaubens aufnimmt. Wie Jesus wird der Täufling ins Wasser getaucht oder mit Wasser besprengt als Zeichen für den Tod des alten Menschen und für die Neugeburt der neuen Christin oder des neuen Christen.

Die Aufnahme in die Gemeinschaft

Durch die Taufe wird sie/er in die Gemeinschaft der Christgläubigen aufgenommen und erhält den Beistand des Heiligen Geistes Gottes. Die neue Christin oder der neue Christ ist fortan Mitglied der konkreten Kirche, durch deren Seelsorger sie/er getauft wurde, also der römisch-katholischen, der reformierten oder auch der orthodoxen Kirche. Die Taufe wird im Taufbuch der Pfarrei notiert.

Seit den Anfängen tauft die Kirche nicht nur Erwachsene, die nach eigener Entscheidung den Glauben annehmen, sondern auch Kinder, die diese Glaubensentscheidung erst später bewusst vollziehen. Die Eltern und Paten versprechen dabei, das Kind in den Glauben einzuführen. Es ist jedoch möglich, sich auch später taufen zu lassen.
Für Erwachsene wird vor der Taufe eine Vorbereitungszeit, das sogenannte Katechumenat, organisiert, und meist werden sie nach altkirchlicher Tradition in der Osternacht getauft.

Wie müssen Sie bei der Taufe Ihres Kindes vorgehen?
Was ist dabei zu beachten?

Nehmen Sie Kontakt auf mit Pfr. Linus Auderset: 079 504 66 46. Er wird Sie zu einem Taufgespräch besuchen oder einladen.
Mindestens ein Elternteil muss selber Mitglied der römisch-katholischen Kirche sein, damit Sie Ihr Kind in dieser Gemeinschaft taufen lassen können.
Sie brauchen auch einen Paten und eine Patin. Mindestens eines der beiden muss Mitglied der katholischen Kirche sein. Sie erklären sich bereit, das Kind auf seinem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten. Aus der Kirche Ausgetretene können das Patenamt nicht übernehmen.
Taufort ist, ausser in Notfällen, die Pfarrkirche.
Es kann ganz wichtige Gründe geben, die eine Taufe in einer anderen Pfarrei rechtfertigen, was Sie aber jedenfalls mit Pfr. Linus Auderset vorher besprechen müssen.

Privilegierter Zeitpunkt der Taufspendung ist die Osternacht. Jeder Sonntag ist ein Ostertag, ein Auferstehungstag, weshalb der Sonntag der Tag der Taufe ist.

In unserer Pfarrei gibt es einen Taufsonntag, so dass mehrere Familien zu einer gemeinschaflichen Feier zusammengeführt werden: letzter Sonntag im Monat.

Nach der Taufe

Nach der Taufe geht es erst richtig los, dann beginnt Ihre Verantwortung als Eltern und Paten für die religiöse Erziehung Ihres Kindes. Überlegen Sie als Eltern zusammen, wie Sie als Familie gemeinsam beten möchten (Tischgebet, Abendgebet, Gut-Nacht-Gebet), wie Sie den Sonntag gestalten möchten (Pfarreigottesdienst, eigenes Lesen in der Bibel). Lassen Sie sich dazu auch anregen von anderen Eltern, von geistlichen Bewegungen u.a. Engagieren Sie sich dort in der Kirche, wo es Ihnen zusagt.