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Freiburger Nachrichten, Dienstag, 25. Januar 1949

 Jm Hinblick auf die elektrische Läuteinrichtung wurden in den letzten Tagen Vorarbeiten an den Glocken vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit kam ein offenbar seit längerer Zeit verborgener Fehler zum Vorschein. Am Donnerstagmorgen während des Betläutens verklang plötzlich der schöne Ton der 2. Glocke und der heiserer Kachelton verkündete unmissverständlich, dass das gefürchtete Unglück geschehen sei: „D’Schuelera“, wie sie im Volksmund genannt wurde, hat ihren Dienst beendet.

Es war die jüngste der 3 Glocken. Bereits im Jahre 1826 erlitt dieselbe Glocke das gleiche Schicksal. Die Harmonie des Geläutes ist damit arg gestört. Während die aus dem Jahre 1650 stammende grosse Glocke ein reines C gibt, die im Jahre 1810 gegossene ein F, erklang die zersprungene im passenden D.

Der notwendige Kirchenbau, der nicht kleine Sorgen bringt, ist mit diesem unverhofften Schaden noch sorgenreicher geworden, Doch werden sich Mittel und Wege finden, damit wir in absehbarer Zeit unser herrliches Geläut wieder haben werden.

P.